Teilen

Alter Flugplatz - im Sommer

Kein Wald, kaum Bäume, keine satten Wiesen - Der Alte Flugplatz fällt aus dem Rahmen. Der sandige Boden ist nährstoffarm, erhitzt sich schnell und speichert kaum Wasser. Die Pflanzen, die hier überleben können sind besonders angepasst. Einige davon haben wir in dem Tipp "Alter Flugplatz im Mai" vorgestellt. Jetzt im Sommer sind sie schon weitgehend verblüht und es herrschen andere Pflanzenarten vor.

Trockenes Ruchgras - Foto: Umwelt- und Arbeitsschutz

In der Karte haben wir einige Stellen eingezeichnet, an denen man bestimmte Pflanzen gewöhnlich häufig auftreten. Am besten Sie machen einen Rundgang, es lässt sich überall etwas entdecken. Aber bitte bleiben Sie auf unbedingt auf den Wegen und lassen Hunde angeleint. Schöne Stellen mit Scharfem Mauerpfeffer, Gewöhnlichem Johanniskraut und Natternkopf finden sich auch am Rand des befestigten Weges der zwischen Bahnlinie und Flugplatz verläuft.

Im Juni-Juli verändern sich die großflächigen Farben auf dem Flugplatz. Das kräftige Rotbraun das von Millionen Pflänzchen des Kleinen Sauerampfers herrührt, wird viel blasser.
An vielen Stellen dominiert jetzt das Beige der vertrockneten Stängel des Ruchgrases. Auf kleineren Flächen herrschen gelbe Blüten vor. Sehr bodennah und deshalb nur aus der Nähe gut zu erkennen, blüht der Scharfe Mauerpfeffer. Die Blüten des Echten Johanniskrautes stehen rund 50 cm hoch
Mehr vereinzelt aber leicht anzusprechen findet sich der Gewöhnliche Natternkopf

Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre)
Wie die Frühjahrsblüher (siehe Tipp Flugplatz im Mai) ist auch der Scharfe Mauerpfeffer kleinwüchsig, wodurch er mit wenig Nährstoffen als Bausubstanz auskommt. Im Gegensatz zu diesen ist er aber eine ausdauernde Pflanze die ganzjährig oberirdische Teile trägt. Wie gelingt es ihm in der heißen Jahreszeit zu überleben und auch noch zu blühen? Der Scharfe Mauerpfeffer hat dickfleischige Blätter in denen er Wasser speichern kann. Er wächst niedrig in Polstern, wodurch die Verdunstung durch Wind verringert wird. Der Name der Pflanze (scharf, Pfeffer) geht auf ihren scharfen Geschmack zurück, der durch giftige Stoffe verursacht wird. Diese können die Schleimhäute reizen und zu Übelkeit führen.

Fotos: Umwelt- und Arbeitsschutz

Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Das Echte Johanniskraut wächst an sonnigen Waldränder und Brachflächen ebenso wie auf Magerrasen. Es wurzelt bis zu 50 cm tief und kann sich so auch im Sommer auf dem heißen Flugplatz mit Feuchtigkeit versorgen. Es wächst 30 – 50 cm hoch und blüht im Juni, daher rührt auch der Name, da es um den Johannistage (24. Juni) blüht. 

Fotos: Umwelt- und Arbeitsschutz

Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare)
Die Art ist an trockenen, sandigen oder steinigen Stellen verbreitet, oft an Wegrändern, Bahndämmen, auf Bauaushub und –schutt. Sie wird meist 30 – 80 cm hoch. Der Stängel und die Blätter sind borstig behaart. Auffällig sind die blauen Blüten mit den weit aus der Blüte herausragenden Staubblättern.  

Fotos: Umwelt- und Arbeitsschutz

So können Sie den Alten Flugplatz erreichen

Echtes Johanniskraut
Scharfer Mauerpfeffer

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit der Straßenbahnlinie S1/ S11  bis zur Haltestelle "August-Bebel-Straße"
oder Kurt-Schuhmacher-Straße oder mit
der Linie 3 Haltestelle Lilienthalstraße oder Heidehof