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Mauersegler – in der Luft zu Hause

Es ist eigentlich kaum zu glauben: Der Mauersegler lebt fast nur in der Luft, dort schläft er sogar! Er kommt nur auf die Erde um seine Eier auszubrüten und die Jungen zu füttern.

Mauersegler brüten gern hoch an Gebäuden und deshalb auch in Innenstädten, vorausgesetzt sie finden geeignete Brutplätze, das sind Höhlungen, etwa hinter Verkleidungen.


Apus apus flock flying (unverändertes Original)
Urheber und Fotograf: Keta - Lizenz: CC BY-SA 2.5
Original: https://commons.wikimedia.org/wiki/Apus_apus?uselang=de#/media/File:Apus_apus_flock_flying.jpg

Den Mauersegler bekommt man normalerweise nur hoch am Himmel oder im schnellen Vorbeiflug zu Gesicht, und der Laie könnte ihn dann mit einer Schwalbe verwechseln. Unverkennbar sind aber seine häufig ausgestoßenen schrillen Rufe, die ab Ende April/ Anfang Mai seine Rückkehr aus dem Winterquartier anzeigen. Meist hört man sie von hoch am Himmel. Gelegentlich versammeln sich die Tiere zu kleinen Gruppen, vor allem im Juli, wenn die Jungen ausgeflogen sind, und fliegen dann laut rufend über die Straßenschluchten.

Apus apus 01 (unverändert)
- Pawel Kuzniar - Lizenz: CC BY-SA 3.0
Original: https://commons.wikimedia.org/wiki/Apus_apus?uselang=de#/media/File:Apus_apus_01.jpg

Der Mauersegler (Apus apus) ist bei uns nur von Ende April/ Anfang Mai bis in den August anzutreffen. Dann zieht er wieder nach Afrika südlich des Äquators.

Noch viel mehr als die Schwalben ist der Mauersegler an das Leben in der Luft angepasst. Er ernährt sich nicht nur im Flug, indem er kleine Insekten fängt, auch das Nistmaterial, wie Halme, Federn u. Ä. sammelt er in der Luft, was in windstillen Zeiten schwierig sein kann.

Auf den Boden kommt er nie. Er landet nur am Brutplatz, der immer hoch liegt, damit er leicht abfliegen kann, oder selten an rauen Mauern, wo er sich mit den Füßen festkrallen kann. Ansonsten lebt er nur im Flug, soweit man weiß, übernachtet er sogar in der Luft.

In den 3-4 Monaten, die er bei uns verbringt, bleibt nur Zeit für eine Brut. Er brütet in kleinen Höhlen an Gebäuden. Die Höhlen müssen mindestens mehrere Meter hoch liegen und leicht anfliegbar sein. Bei der Besetzung kann er sich auch gegen Stare und Sperlinge durchsetzen. Der Mauersegler brütet gern in Kolonien.

Der Mauersegler legt meist nur 2-4 Eier. Der ganze Brutablauf ist sehr witterungsabhängig. Die Bebrütungsdauer beträgt dementsprechend rund drei bis vier Wochen, wenn die Jungen geschlüpft sind kann es gut 5 bis zu acht Wochen dauern bis sie ausfliegen.

Im Vergleich zu anderen kleinen Vögeln, werden Mauersegler relativ alt, im Durchschnitt etwa 5 Jahre, wodurch sie die geringen Zahl von Jungtieren pro Jahr ausgleichen.

Viel mehr machen dem Bestand Sanierungen an Gebäuden zu schaffen, die die Bruthöhlen verschließen.

Hier können Sie den Mauersegler finden:

Wegbeschreibung