8 - Naturschutzzentrum

Das Naturschutzzentrum wurde 1929 als Vogelwarte errichtet. Gemeinsam mit dem Rheinstrandbad, das 1928-29 erbaut wurde, sollten sie der gesunden und aktiven Freizeitgestaltung dienen. Dieser sehr modernen Zielsetzung entspricht auch die Funktion der Vogelwarte. Sie sollte auch für den naturkundlichen Unterricht an Schulen genutzt werden und zur biologischen Bekämpfung der Stechmücken, durch die Förderung der Vogel- und Fledermausbestände. Das bemerkenswerte Gebäude ist im Bauhausstil errichtet. 

Foto: Naturschutzzentrum Karlsruhe

Im Grunde genommen nimmt das Naturschutzzentrum diese Aufgaben auch heute noch wahr. Schwerpunkt ist die Öffentlichkeitsarbeit mit zahlreichen Angeboten für Erwachsene, Jugendliche und Kinder. Auch Schulklassen wird der Naturschutzgedanke vermittelt Es lohnt ein Besuch der Dauerausstellung die Einblicke in die „Natur“ der Rheinaue gibt: „Sie zeigt auf zahlreichen Schautafeln und Modellen die Entstehungsgeschichte des Rheins, die Bedeutung und ökologische Wertigkeit der Auen und die Gefährdung durch die menschliche Nutzung. Die vom Menschen vorgenommenen Veränderungen der Rheinauen können mit einer Computersimulation nachvollzogen und an einer 3D-Echtzeitvisualisierung ein virtuelles Deichbruchszenario spielerisch gesteuert werden.“ Der Kindererlebnisraum, ein Tiergeräusche-Quiz und das Auen-Bilderrätsel ergänzen das ständige Angebot.

Öffnungszeiten:

01. April bis 30. September:
Dienstag bis Freitag 12 bis 18 Uhr
Sonn- und Feiertag 11 bis 18 Uhr

01. Oktober bis 31. März:
Dienstag bis Freitag 12 bis 17 Uhr
Sonn- und Feiertag 11 bis 17 Uh

Daneben gibt es zahlreiche weitere Angebote. Mehr

Service, Foto: Naturschutzzentrum Karlsruhe
Dauerausstellung; Foto: Naturschutzzentrum Karlsruhe

Zurück aus dem Naturschutzzentrum fahren wir weiter auf dem Weg und erreichen nach rund 500 m einen ehemaligen Baggersee der auf der linken Seite liegt.

Abstecher

Sie fahren wieder zurück zur Altrheinbrücke. Hier bietet sich ein kleiner Umweg an: Gleich nach der Brücke nehmen Sie den asphaltierten Weg nach rechts und biegen nach wenigen Metern links ab. Sie fahren an vier kleinen Seen entlang, die aus Lehmgruben entstanden sind. Es bietet sich ein idyllisches Bild mit  Teichrosen auf den Wasserflächen und Schilf und Weidengebüsch an den Ufern. Ökologisch gesehen sind diese Flächen sehr bedeutsam, aber hier liegt auch ein Wermutstropfen. Inzwischen sind sie leider auch von eingeschleppten Arten besiedelt, die die einheimische Tier- und Pflanzenwelt bedrohen. Bestimmt werden Sie auf die großen und schön schwarz, weiß und braun gezeichneten Kanadagänse treffen. Sie sind wenig scheu und zahlreich, vermutlich auch weil sie gefüttert werden. Lassen Sie sich bitte nicht von dieser falsch verstandenen Tierliebe übermannen. Manchmal lassen sich auch ausgesetzte Wasserschildkröten beim Sonnenbad entdecken, die ansonsten den einheimischen Amphibien und Fischen nachstellen. Auch der Nutria, ein größeres Nagetier, lebt dort und ist nicht sehr scheu.    

Am Ende treffen Sie auf ein Sträßchen, dem Sie nach links folgen. Sie befinden sich jetzt am Rand der Rheinniederung kurz vor dem Geländesprung zur Hardtebene. Andeutungsweise lässt sich das an der aufwärts führenden Straße erkennen. Der Höhenunterschied  von rund 8-10 Metern erschließt sich aber viel eindrücklicher, wenn man vor der Brücke in den Weg rechts einbiegt, der nach unten führt. Zurück und über die Brücke gelangen Sie durch den alten Kern des ehemaligen Dorfes Daxlanden wieder zur Hauptroute.

Saumsee
Schildkröten beim Sonnenbad
Kanadagans
Nutria

Auf dem Weg zum nächsten Punkt:

Es geht auf dem gleichen Weg zurück und Sie erreichen wieder die Alb. Hier ist die Stelle, an der die Alb die Hardtebene verlässt und in die Rheinniederung übergeht. Da die Alb mitten durch das Karlsruher Siedlungsgebiet fließt, wurde sie an vielen Stellen verlegt oder ihre Ufer überformt. Auf den nächsten circa 2 Kilometern fahren Sie durch den einzigen Albabschnitt mit ursprünglichem Lauf. An den begrenzenden Böschungen lässt sich gut zu erkennen, dass sich die Alb mehrere Meter in die Hardtebene eingegraben hat.