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Buschwindröschen - ein Blütenteppich

Schon früh im Jahr blühen in unseren Laubwäldern einige Blütenpflanzen. Diese Frühjahrsblüher nutzen die kurze Zeit nach dem Winter, wenn es wieder milder wird und das Sonnenlicht noch bis zum Waldboden vordringen kann. Sie gedeihen vor allem im März und April. Wenn die Bäume ihr Laub austreiben endet ihre Vegetationszeit. Wir stellen Ihnen ein paar auffällige Frühjahrsblüher vor, hier das Buschwindröschen. Es bildet im Frühjahr oft große Bestände und übersät den Boden mit einem weißen Blütenmeer.

Foto: Umwelt- und Arbeitsschutz

Die Blüten öffnen sich erst im Laufe des Vormittags.
Schauen Sie sich die Blüte genauer an: Wie viele Blütenblätter hat sie?
Die Blätter entspringen alle auf gleicher Höhe am Stängel. Wie viele Blätter sind es, haben alle Buschwindröschen die gleiche Anzahl Blätter?
Wie sehen die Blätter aus (mit Stiel oder ohne Stiel, kompakt oder gelappt)?

Frühjahrsblüher haben besondere Eigenschaften. Sie überdauern ungünstige Jahreszeiten - den kalten Winter, den trockenen Sommer - mit Hilfe unterirdischer Speicherorgane. Das können Zwiebeln, Knollen  oder Rhizome (unterirdische verdickte Stängel) sein. Sie können schon bei niedrigen Temperaturen gut gedeihen und schützen ihre Blüten vor Kälte und Wind. Nicht wenige sind giftig. So werden sie als erstes Grün im Frühjahr nicht gleich gefressen.

Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) wächst in nährstoffreichen, frischen Laubwäldern.

Aus einem Rhizom treibt es schon im März aus, wird rund 20 cm hoch und kommt schon Ende März bis in den April hinein zur Blüte. Jeder Stängel, der aus dem Boden wächst, trägt nur eine Blüte. Nachts und bei kaltem Wetter schließen sich die Blüten. Nachdem die Pflanze Samen gebildet hat werden die oberirdischen Teile wieder "abgebaut" und als Reservestoffe im Rhizom gelagert. Schon im Frühsommer ist von der Pflanze nichts mehr zu sehen.

Das Buschwindröschen ist schwach giftig.

Fotos: Umwelt- und Arbeitsschutz

Hier können Sie das Buschwindröschen finden:

Anfahrt

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Straßenbahnlinien 1, 2, 3, S1/ , S11 bis Haltestelle Tivoli. Von dort zur Eisenbahnbrücke, gleich dahinter links hoch und über die Brücke in den Oberwald. 

Im Oberwald ist das Buschwindröschen großflächig verbreitet und an sehr vielen Stellen anzutreffen. Sie können auch einen anderen Zugang in den Oberwald wählen und zur richtigen Zeit ziemlich sicher auf das Buschwindröschen treffen. Mit den Linien S1, S11 erreichen Sie die Herrenalber Straße. Von den Haltestellen dort sind es nur wenige hundert Meter bis in den Oberwald.