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Bärlauch - für Auge und Nase

Der Bärlauch ist eine Pflanzenart, die vor allem in Wäldern an feuchten und humusreichen Standorten verbreitet ist. Er bildet meist größere Bestände. Aus einer Zwiebel treibt er schon im März aus und im April bilden seine großen Blätter einen sattgrünen Teppich auf dem Waldboden. Dem folgt ab Mitte April/Anfang Mai ein weißes Blütenmeer. Im Juni verwelken die Blätter. Besonders dann verströmen sie einen Duft, der die Verwandtschaft des Bärlauchs mit dem Knoblauch anzeigt.

Foto: Umwelt- und Arbeitsschutz

Schauen Sie sich die hübschen kleinen Blüten an, von denen meist 10-20 Stück etwa halbkugelförmig am Ende des Blütenstängels stehen. Wenn Sie ein Blatt zerreiben bemerken Sie den intensiven Knoblauchgeruch. Deshalb gilt der Bärlauch als Gewürz- und Heilpflanze und Sie könnten versucht sein, sich ein paar Blätter für den Salat mitzunehmen. Aber Vorsicht: gerade im Frühjahr, wenn die Blätter besonders würzig sind, aber die Pflanze noch nicht blüht kann man sie leicht verwechseln mit den Blättern des sehr giftigen Maiglöckchens. Das hat schon zu Todesfällen geführt.

Wie das Buschwindröschen, das Scharbockskraut, der Gelbstern oder der Lerchensporn (siehe entsprechende Tipps) gehört der Bärlauch (Allium ursinum) zu den Frühjahrsblühern. Diese haben besondere Eigenschaften. Sie überdauern ungünstige Jahreszeiten - den kalte Winter, den trockenen Sommer - mit Hilfe unterirdischer Speicherorgane. Das können Zwiebeln, Knollen oder Rhizome (unterirdische verdickte Stängel) sein. Sie können schon bei niedrigen Temperaturen gut gedeihen und schützen ihre Blüten vor Kälte und Wind. Nicht wenige sind giftig. So werden sie als erstes Grün im Frühjahr nicht gleich gefressen. 

Letzteres trifft aber auf den Bärlauch nicht zu. Er ist würzig und nicht giftig und soll Bären als leckere Mahlzeit nach dem Winterschlaf dienen. Daher kommt sein deutscher Name "Bärlauch" und der wissenschaftliche "ursinum", der sich auf den Bär bezieht. Aber sonst ist er ein typischer Frühblüher. Speicherstoffe in seiner Zwiebel ermöglichen ihm ein frühes Austreiben, sodass er blühen und neue Vorräte in der Zwiebel speichern kann, bevor das Laubdach der Bäume beschlossen ist.

Fotos: Umwelt- und Arbeitsschutz

An diesen Stellen können Sie Bärlauch entdecken:

Der Bärlauch ist in Karlsruhe verbreitet. Er gedeiht in feuchten Wäldern oft in größeren Beständen, etwa im Kastenwört oder in tieferen Lagen des Oberwaldes, aber auch kleinflächig an feuchten Stellen in Wäldern z. B. am Hangfuß gegenüber dem Eingang des Wolfartsweierer Freibades, aber auch im Schlossgarten

Diese Stellen sind beispielhaft für viele andere in der Karte angeführt.

Anfahrt

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Standort Oberwald: Am nähesten an einer Bahnlinie liegt der Standort im Südwesten des Oberwaldes. Er ist zu erreichen mit den Linien S1, S11, Haltestelle Tulpenstraße. Zu Fuß geht es weiter an der Kirche vorbei in die Tulpenstraße, dann nach links in die Graf-Eberstein-Straße. Wo sie endet über die Querstraße gehen und weiter auf den Weg der zwischen einem Wäldchen und einem Sportgelände zum Oberwald führt. Am Ende des Weges nach rechts wenden am Rand des Oberwaldes entlang (dort können Sie eventuell Sandbienen beobachten, siehe Tipp). Wo der Weg in den Wald führt beginnt der Bärlauchbestand.  Weitere Standorte im Oberwald liegen in der Nähe des Erlachsees. Mit den Linien S1, S11 bis zur Haltestelle "Ostendorfplatz". Die Hauptstraße überqueren, am Ostendorfplatz entlang gehen und in den Holderweg einbiegen. Dieser führt am Erlachsee vorbei.

 Standort Schlossgarten: Mit den Straßenbahnen S2, S1, S11, 1, 4 u.a. bis Haltestelle Herrenstraße. In die Herrenstraße Richtung Schloss einbiegen. Nächste Straße links (die Straße heißt Zirkel später Hans.-Thoma-Straße). Entlang gehen bis von links die Moltkestraße mündet. Dort nach recht in den Schlossgarten. Jetzt müssten Sie den Bärlauch schon sehen. 

Standort Kastenwört: Nehmen Sie die Straßenbahnlinie 6 mit Ziel Rappenwört. Der Weg führt nach links am Rheinstrandbad vorbei und über den Altrhein zum Hochwasserdamm. Nach rund 400 m auf dem Damm führt ein Weg hinunter. Nach weiteren 200-300 m liegen beiderseits des Wegs riesige Bärlauchbestände. Etwa 800 m nachdem Sie den Damm verlassen haben erreichen Sie einen weiteren Damm. Nach links geht es im Bogen wieder zurück zum Altrhein (insgesamt rund 3,2 km). Sie können auch abkürzen, wenn Sie 200 m nach dem Hochwasserdamm nach links abbiegen kommen Sie an Bärlauchbeständen vorbei (ca. 2,6 km).

Standort Bruchwald Grötzingen:
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu erreichen

Mit dem Fahrhrad:

Mit dem Fahrrad lassen sich alle Standorte gut erreichen.

Schlossgarten
Kastenwört
Oberwald
Grötzinger Baggersee