Achten sie darauf, dass es mindestens 3 oder4 Tage nicht im Einzugsgebiet der Alb geregnet hat, sonst ist das Wasser trübe und es ist wenig zu sehen. + Wenn Sie an einer niedrigen Albbrücke vorbeikommen an der Wasserpflanzen wachsen, verweilen Sie ein bisschen und schauen Sie den im Wasser leicht hin - und herschwankenden Pflanzenschwaden zu. + Was wir beschreiben lässt sich vom Ufer oder von Brücken aus sehen. + Manchmal bilden sich in den strömungsarmen Zonen hinter größeren Wasserpflanzen Sandhaufen oder Sandfahnen aus. Achten Sie darauf. Ein Beispiel ist unten beschrieben. + Dort wo die Alb keinen gleichförmigen Querschnitt aufweist, sondern auf einer Höhe Vertiefungen und Flachstellen, mit unterschiedlichen Strömungsverhältnissen, lässt sich das Nebeneinander verschiedener Ablagerungen erkennen. +Mit der Zeit können sich bekannnte Stellen anders darstellen. Besonders durch ein Hochwasser wird sich vieles verändern. So kann man immer wieder etwas Neues entdecken.

Wasserhahnenfuß

Lange, auch breite und ausladende Schwaden (Bündel). Leicht zu erkennen wenn er blüht und die weißen Blüten über der Wasseroberfläche erscheinen.

Ein paar Beispiele zeigen die Situation an der Alb Ende Juli und Anfang September.                In Höhe der Günther-Klotz Anlage fand sich am 01. September  viel Wasserstern, stellenweise auch Wasserhahnenfuß

Direkt stromaufwärts von der Brücke Zeppelinstraße haben wir am 01. September eine Sandfahne entdeckt. Das Foto zeigt einen Wasserstern der im flachen Wasser wächst. Das Wasser fließt dort rasch, so dass die  nähere Umgebung mit kleinen Kieselsteinen bedeckt ist, die schwer genug sind um nicht weitertransportiert zu werden. Nur hinter dem Wasserstern hat sich der relativ leichte Sand abgelagert. Dort, sozusagen im Windschatten, ist die Strömungsgeschwindigkeit so weit verringert, dass sich auch der relativ leichte Sand ablagern kann. Hinter dem Hindernis normalisiert sich die Wasserströmung wieder und es wird kein Sand mehr abgelagert.  Wie breit und wie lang die Sandfahne ausgeprägt ist, hängt u. a. von der Breite des Hindernisses ab. Bei einer kleinen Pflanze wie hier, ist eine so lange Sandfahne eher untypisch.

Selten und nur wo sich größere Sandflächen auf der Sohle gebildet haben, lassen sich Rippeln in der Alb entdecken, wie am man sie vom Wattenmeer her kennt.

Kurz bevor die Alb die B10 (Südtangente) unterquert ließen sich am 01. September sehr gut die Sedimente und die unterschiedlichen Strömungsverhältnisse quer über die Alb erkennen. Die Fotos zeigen sie Situation vom südlichen Uferweg aus.

Am Ufer hat sich dunkles, sehr feinkörniges, schlammiges Sediment abgelagert, ein Zeichen für sehr geringe Strömung (Foto 1). Dahinter folgt eine breite Zone aus vielen kleinen Kieselsteinen. Hier ist die Strömung so stark, dass sich kein Schlamm und kein Sand festsetzen kann (Foto 2). Es folgt eine helle, sandige Zone und dann ein dunkler, schlammiger Bereich, beide mit Wasserstern bewachsen (Foto 3).

Foto 1
Foto 2
Foto 3
Foto 4

Brücke an der Honsellstraße (Höhe Rheinhafen): Die beiden Übersichtsaufnahmen vom 31. Juli und vom 01.September. Am 31. Juli war der Wasserpflanzenbewuchs schon gut ausgeprägt, die meisten Pflanzen lagen unter der Wasseroberfläche. An der linken Uferseite wachsen die hellgrünen, unterschiedlich langen und kompakten Büschel des Wassersterns Die langen dicht nebeneinander stehenden Schwaden in der Flussmitte sind Wasserhahnenfuß. Die Enden einiger Schwaden treiben an der Wasseroberfläche und tragen viele helle Punkte. Ein paar davon sind kleine, weiße Blüten, die meisten jedoch sind Blätter, die sich dort verfangen haben. Am 02. September bot sich ein ähnliches Bild.  Die Wassersterne sind deutlich gewachsen.

31. 07. 2016
01. 09. 2016

An der rechten Uferseite wachsen Wassersterne (hellgrün und lang oder gedrungen) und schmale Hahnenfußpflanzen. Dazwischen wächst vereinzelt Brunnenmoos, das wegen seiner dunkelgrünen Farbe leicht übersehen werden kann. Am 02. September lagen dort viele Muschelschalen im flachen Wasser.

In dem Flussabschnitt unterhalb der Honsellbrücke wachsen große Bestände des Wasserhahnenfußes. Besonders eindrucksvoll sieht es aus, wenn er im Juli blüht. Näheres siehe Tipp  Wasserhahnenfuß - die Alb blüht

So gelangen Sie an die Alb

Mit dem Fahrrad  und dem Rollstuhl ist die Alb gut zu erreichen und die Wege entlang der Alb sind gut ausgebaut. Der Anstieg auf die Brücke über die Honsellstraße ist nur etwas für sportliche Rollstuhlfahrerinnen und –fahrer oder erfordert die Hilfe einer kräftigen Begleitperson.  

Mit Straßenbahnen gelangt man an mehreren Stellen nah an die Alb heran:

Linie 1, Haltestelle Europahalle -- Linie 5, Haltestellen Kühler Krug oder Rheinhafen -- Linie 6, Haltestellen Entenfang, Eckener Straße und Mauerweg -- Linie S2, Haltestellen Entenfang und Eckener Straße