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Haubentaucher - Tanz im April

Der Haubentaucher lebt an Seen, wo er im Röhricht brütet und im tieferen Wasser nach kleinen Fischen taucht. Während der Brutzeit kann man ihn am leichtesten erkennen. Dann trägt er am Kopf rotbraun und schwarz gefärbte Federn, die einen Halskragen bilden und eine auffällige Kopfhaube, die ihm den Namen gegeben haben.
Im März und April fällt er vor allem durch sein Balzverhalten auf. Die Partner vollführen eine Art Tanz, indem sie sich gegenüber schwimmen und u.a. mit den Köpfen pendeln oder sich aufrichten.

Foto: K. Lechner

Obwohl der Haubentaucher mit etwa 50 cm Körperlänge etwa so groß ist wie eine Stockente empfiehlt sich ein Fernglas, weil er sich meist draußen auf der Wasserfläche aufhält. Durch den gestreckten schlanken Hals lässt sich der Haubentaucher gut von Enten unterscheiden.

Um die Balz zu beobachten benötigt man schon etwas Geduld oder Glück.

In der Zwischenzeit beobachten Sie die Vögel, wenn sie tauchen. Wo taucht der Vogel wieder auf, und wie lange bleibt er unter Wasser? Ist jeder Tauchgang erfolgreich?

Der Haubentaucher (Podiceps cristatus) gehört zur Familie der Lappentaucher. Diese haben ihren Namen von den mit Lappen verbreiterten Vorderzehen (im Gegensatz zu den Enten bei denen die Zehen fest durch Schwimmhäute verbunden sind).

Im April beginnen die Haubentaucher mit der Brut. Das Paar errichtet gemeinsam ein Nest im Schilfgürtel des Sees nahe an der freien Wasserfläche. Das Nest ist meist an Schilf oder anderen Wasserpflanzen befestigt und daher durch starke Wasserstandsschwankungen gefährdet.

In dieser Zeit balzen sie auch relativ häufig. Dabei schwimmen sie sich gegenüber, schütteln mit aufgestellter Halskrause die Köpfe, gelegentlich mit Wasserpflanzen im Schnabel. Sie zupfen am Rückengefieder. Manchmal richten sie sich kurz Bauch an Bauch aus dem Wasser auf (indem sie schnell mit den Füßen rudern).

Die drei bis vier weißen Eier werden etwa vier Wochen lang von beiden Eltern bebrütet. Wenn sie das Nest verlassen, bedecken sie die Eier mit Pflanzen.

Die Jungen sind Nestflüchter und können schon nach dem Schlupf schwimmen. Solange sie noch klein sind, werden sie meist zwischen den Rückenfedern der Eltern transportiert.

Fotos: K.Lechner

Hier können Sie den Haubentaucher entdecken:

Der Standort eignet sich ideal für einen Familienausflug.

So gelangen Sie zu dem Standort

Anfahrt

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Sie erreichen den Erlachsee nur bedingt mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Von der nächstgelegenen Haltestelle sind es noch rund 2 km. Fahren Sie mit der S1 oder S11 bis Haltestelle "Ostendorfplatz". Sie überqueren die Hauptstraße und gehen um den Ostendorfplatz und biegen in den Holderweg ab. Auf diesem gehen sie immer geradeaus weit in den Wald hinein. Nach rund 1300 m überqueren Sie einen Graben. 100 m weiter erreichen Sie das umzäunte Gelände des Erlachsees und biegen rechts ab. Nach 300 m gehen Sie nach links. Sie befinden sich jetzt auf der Südseite des Sees.  Nach knapp 400 m erreichen Sie den Beobachtungsstand am See.

Mit dem Auto:
Fahren Sie von Karlsruhe kommend auf der Ettlinger Allee und biegen Sie links auf "Am Rüppurrer Schloss" ab. Folgen Sie der Straße nach rechts und biegen Sie links auf den Holderweg ab. Fahren Sie den Holderweg geradeaus weiter bis Sie an den Erlachsee gelangen. Nördlich des Erlachsees befindet sich der Standort des Bärlauchs. Zudem finden Sie Parkmöglichkeiten in Rüppur bei "Radhaus Flammkuchenhütte" und in Wolfartsweier bei "Oberwaldstadion".

Mit dem Fahrrad:
Mit dem Fahrhrad bietet sich der gleiche Weg, wie zu Fuß an. Siehe "mit öffentlichen Verkehrsmitteln".

 100 m vom Beobachtungspunkt entfernt befindet sich ein Standort des Bärlauch, siehe Tipp.

 

 

Warum diesen Standort nicht mit weiteren verknüpfen? Weitere Tipps für das Frühjahr im Oberwald: befinden sich weitere Standorte:

Hier gelangen Sie zu der Tippseite "Bärlauch"

Hier gelangen Sie zu der Tippseite "Buschwindröschen"

Hier gelangen Sie zum Tipp "Aronstab - Blüte"