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Kreuzkröte - Freiluftkonzert

Mit etwa 6 cm Länge ist die Kreuzkröte eine unserer kleinen Kröten. Sie lebt sehr unauffällig. Außer im Frühjahr, wenn sie sich an den Laichplätzen einfindet und laut zu rufen beginnt. Meist sind mehrere Kreuzkröten anwesend und bilden einen eindrucksvollen Chor.

Foto: J. Niederstraßer

Gute Chancen das Konzert zu hören haben Sie aber nur an milden Abenden (selten schon im März, meist im April oder auch Mai) in der Dämmerung.

Um die Tiere nicht zu stören, verlassen Sie bitte nicht den Weg und schalten Sie bitte die Taschenlampen nicht an. Wenn Sie den Tieren zu nahekommen oder sie anleuchten, verstummen sie.

Die Kreuzkröte (Bufo calamita) fällt ein bisschen aus dem Rahmen dessen, was man so von Kröten erwartet. Sie lebt nicht etwa dort, wo die Böden feucht oder frisch sind, wo Büsche oder Bäume wachsen. Nein, ihr Lebensraum sind offene Gebiete mit wenig Vegetation und lockeren, gerne sandigen Böden.

In solchen Gebieten finden sich kaum dauerhafte Tümpel, in denen die Kreuzkröte sich jährlich zum Ablaichen einfinden kann. Sie ist deshalb darauf angewiesen, Pfützen oder andere flache Wasserflächen zu finden, die sich nach Regenfällen gebildet haben. Weil solche Wasserflächen selten sind und auch wechseln können, ist die Kreuzkröte immer auf der Suche. Sie streift weit umher und kann auch neue Gebiete erschließen. Sie ist eine sogenannte Pionierart. So kann es vorkommen, dass auf einem Grundstück der Oberboden für eine nachfolgende Bebauung abgeschoben wurde und diese vegetatationsfreie Fläche nach ergiebigen Regenfällen im Frühjahr schnell von Kreuzkröten besiedelt wird. Dann genügt ein Männchen, das die Stelle gefunden hat und laut zu rufen beginnt. Es lockt damit Weibchen an und natürlich auch andere Männchen.

Fotos: J. Niederstraßer

Der laute Ruf ist als Anpassung an den Lebensraum zu verstehen. Weil sich die Tiere nicht darauf verlassen können, am gleichen Gewässer wieder auf Artgenossen zu treffen, hilft wenigstens die laute Stimme sich zu finden.

Wenn die Kreuzkröte in Pfützen oder ähnlichen Kleingewässern laicht, riskiert sie, dass diese austrocknen, bevor sich die jungen Kröten entwickelt haben. Daran ist sie gut angepasst. Ihr Laich entwickelt sich schneller zur jungen Kröte als bei den meisten anderen einheimischen Krötenarten. Dabei hilft das flache Wasser, das sich schnell erwärmt. Bei gutem Nahrungsangebot können die Jungtiere schon nach 20 bis 40 Tagen den Laichplatz verlassen.

Trotzdem kann es vorkommen, dass eine Wasserstelle vorher austrocknet.

Neben diesem Risiko hat ein solcher Laichplatz auch Vorteile: Es gibt dort keine Fische, die Laich oder Jungtiere fressen könnten.

Hier finden Sie die Kreuzkröte:

Das Vorkommen der Kreuzkröte befindet sich in Rüppurr, am Hauschildpfad.

So gelangen Sie zu dem Standort "Rüppurr"

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Nehmen Sie die Straßenbahnlinie S1/ S11 bis zur Haltestelle "Tulpenstraße". Von dort aus und laufen Sie schräg links in die Rastatterstraße, dann nach links in den Scheibenhardter Weg und überqueren Sie die Alb. Gehen Sie dann links in den Hauschildpfad. Bald werden Sie die Tiere hören, die sich auf den Wiesen links vom Weg aufhalten.

Mit dem Fahrrad:

Der Standort lässt sich mit dem Fahrrad gut erreichen.

Hier können Sie mehr Informationen zu Standorten im näheren Umfeld finden

Standorte in Weiherfeld:

Für mehr Infos zu dem Graureiher, kicken Sie hier

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