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Lerchensporn - zeitig und schön

In krautreichen Laubmischwäldern, in Waldrelikten und in Hecken auf frischen, nährstoff- und basenreichen Standorten blühen im zeitigen Frühjahr der Finger-Lerchensporn und der Hohle Lerchensporn. Die purpurnen Blüten der 10 - 20 cm großen Pflanzen sind von Ende März bis Anfang Mai gut zu entdecken. Es gibt noch weitere Frühjahrsblüher, von denen wir ihnen einige vorstellen, etwa die Blütenteppiche des Buschwindröschens. Schauen Sie doch mal bei den anderen Tipps nach. Tipp: Buschwindröschen   Tipp:  Scharbockskraut

Lerchensporn (Foto- Umwelt- und Arbeitsschutz)

Beide Lerchenspornarten sind sich recht ähnlich. Es gibt jedoch ein einfaches Unterscheidungsmerkmal: Jede Blüte sitzt auf einem kurzen Stiel. Dort wo die Blütenstiele aus dem Stängel entspringen befindet sich jeweils kleine Blätter, sogenannte Hochblätter. An deren Form lassen sich beide Arten leicht unterscheiden: Beim Finger-Lerchensporn sind die Hochblätter fingerförmig eingeschnitten, beim Hohlen Lerchensporn sind sie ganzrandig. Sie können diesen Tipp leicht mit anderen Tipps an der Alb verbinden

⇒Hochgestade - der ungebändigte Rhein        ⇒Totholz -voller Leben

Fotos: U. Schillinger

Frühjahrsblüher haben besondere Eigenschaften. Sie überdauern ungünstige Jahreszeiten - den kalte Winter, den trockenen Sommer -- mit Hilfe unterirdischer Speicherorgane. Das können Zwiebeln, Knollen sein oder Rhizome (unterirdische verdickte Stängel).

Sie können schon bei niedrigen Temperaturen gut gedeihen und schützen ihre Blüten vor Kälte und Wind.

Nicht wenige sind giftig. So werden sie als erstes Grün im Frühjahr nicht gleich gefressen.

Der Finger-Lerchensporn (Corydalis solida) und der Hohle Lerchensporn (Corydalis carva) überdauert im Boden als Knolle in der die Reservestoffe gespeichert sind, vergleichbar mit einer Kartoffel. Früh im Jahr treiben sie aus und erreichen 10 - 20 cm Höhe. Sie haben zarte, fingerförmig gelappte Blätter und können schon Ende März blühen.

Fotos: Umwelt und Arbeitsschutz

Die Blüte läuft in Form einer langgezogenen gekrümmten Röhre aus. Sie erinnert an die gekrümmte Hinterzehe von Lerchen, den sogenannten Lerchensporn, von dem er den Namen hat. Die Blütenfarbe variiert, meist sind sie blassrot, können aber auch hellblau, violett oder weißlich sein. Die Lerchensporne sind eine bedeutende Bienenweide. Weil der Nektar tief im Sporn verborgen liegt, können ihn vor allem Insekten mit langem Rüssel erreichen. Kurzrüsselige Hummeln lernen aber, den Sporn von außen aufzubeißen, um an den Nektar zu gelangen. Die Verbreitung erfolgt durch Ameisen, die die ölhaltigen Samen verschleppen. Der Finger-Lerchensporn enthält zahlreiche Gifte (Alkaloide). Dadurch ist das frische Grün vor Tieren geschützt. In Karlsruhe kommt der Finger-Lerchensporn in etlichen Beständen in den öffentlichen Grünflächen an der Alb vor. Häufig wächst er an den Rändern der Albaue, vorzugsweise unter Gehölzen. Er kann als Relikt der ehemals die Alb begleitenden naturnahen Laubwälder bezeichnet werden. Der Finger-Lerchensporn ist in Baden - Württemberg nicht gefährdet, dennoch eine seltene Pflanze.

Wegbeschreibung

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Lutherisches Wäldele: Mit der Linie 5 bis zur Endstation Rheinhafen. Von dort ca. 400 m (über die Fußgängerbrücke) bis der Weg in das Wäldchen führt. Nach ca. 100-200 m steht zu beiden Seiten des Weges (vor allem an Der Böschung nach oben) der Lerchensporn. Mit der Linie 6 bis Haltestelle Mauerweg. Richtung Daxlanden gehen und vor der Brücke über die Alb den Weg nach links unten zur Alb nehmen. Die Brücke unterqueren und an der Alb entlang gehen. Nach ca. 600 m führt der Weg nach oben. Gleich danach treffen sie auf den Lerchensporn. Wenn sie zur Daxlander Straße zurück wollen, können sie auch den asphaltierten Weg am Hang benutzen. Dort wächst an weiteren Stellen Lerchensporn.

Mit dem Rollstuhl: Im Lutherischen Wäldele emphielt es sich den asphaltierten Weg am Hang zu benutzen, der keine Steigungen aufweist. Wer mit der Linie 5 ankommt (oder mit dem PKW, an der Endhaltestelle befindet sich ein Parkplatz) muss die Steigung zu Fußgängerbrücke bewältigen.

Alb bei Zeppelinstraße: Mit Linie 6 oder S2 bis Haltestelle Eckenerstraße. Von dort in die Zeppelinstraße Richtung Alb. Vor der Brücke nehmen Sie den Weg nur Alb hinunter und dann den Weg am Hangfuß (nicht den an der Alb). An der Böschung steht Lerchensporn.

Mit dem Fahrrad: Auf Radwegen sind beide Ziele gut zu erreichen.

An der Pfinz: Ab der Brückerstraße an der Pfinz entlang, rechts des Gerwerbegebietes Rossweid, weiter über den Pfinzentlastungskanal dem Weg folgend. Nach ca. 100 Metern, parallel des Geländes des Lichtbund Karlsruhe e.V., finden Sie entlang des Weges den Lerchensporn.

Hier finden Sie den Lerchensporn: