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Wasseramsel - nah am Wasser gebaut

Sie ist fast das ganze Jahr über zu beobachten, solange die Gewässer nicht zufrieren. Der Lebensraum der Wasseramsel sind klare, strömungs- und sauerstoffreiche Gewässerabschnitte, wie sie vor allem im Oberlauf von Flüssen vorkommen. Bis Ettlingen ist die Art auch an der Alb verbreitet. Sie ist fast das ganze Jahr über zu beobachten solange die Gewässer nicht zufrieren

Foto: R. Grau

Die Wasseramsel bewohnt die gesamte Alb in Ettlingen, von der Bulacher Straße bis zum Albgaubad. Am besten Sie stellen sich ruhig auf eine Brücke oder einen Uferweg. Dort sind die Vögel Fußgänger gewohnt und man hat gute Chancen sie zu beobachten. Dann heißt es warten und den Fluss absuchen. Die Wasseramsel ist schon von weitem leicht an ihrem Verhalten zu erkennen. Wenn man einen etwa starengroßen Vogel am Ufer oder auf Steinen im Wasser entdeckt, der oft knickst und im flachen Wasser taucht, kann das nur eine Wasseramsel sein. Mit einem Fernglas lässt sich das Verhalten genauer beobachten. Spätestens dann sieht man auch die weiße Brust.Gute Bepobachtungszeiten sind vor allem frühmorgens und am Nachmittag, dann scheint die Wasseramsel am aktivsten zu sein.

Die Wasseramsel ist nicht näher mit der Amsel verwandt. Sie ist etwas kleiner, aber die Körperformen und die dunkle Oberseite haben eventuell zu der Namensgebung geführt. Männchen und Weibchen der Wasseramsel sind gleich gefärbt. Die Oberseite ist grau bis graubraun, Kehle, Hals und Brust aber weiß. Der Vogel hat einen kurzen Schwanz.

Die Wasseramsel lebt an klaren, strömungs- und sauerstoffreichen Bächen und Flüssen mit einem kiesigen Bett, Steinen im Wasser und Stromschnellen. Sie ist eng an diesen Lebensraum gebunden:

Ihre Nahrung besteht fast ausschließlich  aus kleinen Wassertieren, vor allem Larven von Fliegen und Mücken, aber auch Wasserkäfer, Schnecken und Flohkrebse. Diese pickt sie von der Wasseroberfläche oder von Wasserblättern auf, mit dem Kopf unter Wasser vom Gewässergrund oder sie taucht bis zu einem Meter tief. Dabei rudert sie mit den Flügeln und kann kleine Steine umdrehen um an versteckte Larven zu gelangen.

Fotos: R. Grau

Das Nest errichtet die Wasseramsel in einer Nische oder Höhlung direkt am Ufer. Schon im Februar baut sie ihr kugelförmiges Nest aus Moos und Gräsern unter Brücken oder in Hohlräumen der Uferwand. Da sie den Neststandort gerne wieder benutzt muss sie das alte Nest oft nur ausbessern. Die Nester sind oft hochwassergefährdet, deshalb werden ihnen künstliche Nisthilfen angeboten

Die Wasseramsel beginnt schon früh mit der Brut. Ende Februar oder Anfang März werden die 4-6 Eier gelegt und etwa 16 Tage lang bebrütet. Die Jungen bleiben rund drei Wochen im Nest. Zwei Bruten im Jahr sind die Regel.

Foto: K.Lechner
Foto: R. Grau

Beobachtungsstellen auf Brücken

Anfahrt

Öffentliche Verkehrsmittel:

Mit der Linie S1 oder S11 bis Haltestelle Ettlingen-Wasen oder bis an eine der nächsten 3 Haltestellen (Erbprinz-Schloss, Ettlingen Stadt, Albgaubad). Aber: Der Eilzug hält nicht am Albgaubad.

Fahrrad:

Leicht auf Radwegen oder Straßen zu erreichen